Ein Gedanke zu „Spannungskurven halten“

  1. Wenn es Ihnen gelingt, mit Ihren Ein­stiegen eine inhaltliche und/oder emo­tionale Span­nung zu erzeu­gen, ist das großar­tig. Ohne konkretes Beispiel ist es etwas schw­er, die Ursache des Span­nungsab­falls genauer zu ermit­teln. Ver­schiedene Ursachen sind aber denkbar. Ich würde ver­muten, dass sich entwed­er etwas sig­nifikant in Ihrer Unter­richts­führung ändert oder etwas nicht zusammenpasst.

    Wenn wir davon aus­ge­hen, dass der Span­nungsab­fall auf Schüler­seite keine Ein­bil­dung ist, dann hapert es wom­öglich an der Über­leitung. Ohne eine geeignete Mod­er­a­tion zwis­chen Ein­stieg und erster Erar­beitungsphase wird den Schü­lerin­nen und Schülern oft­mals nicht deut­lich, dass der näch­ste Unter­richtss­chritt zur „Lösung“ des im Ein­stieg aufge­wor­fe­nen Prob­lems notwendig ist. Dabei wäre natür­lich zu fra­gen, ob dies auch wirk­lich so ist.
    Die didak­tis­che Frage, die sich stellt lautet: Ist der Unter­richt­se­in­stieg nur span­nend oder auch der Anfang eines Spannungsbogens?

    Neben inhaltlichen Brüchen, kann es natür­lich auch sein, dass ihr Ein­stieg beson­ders schüleror­i­en­tiert ist und dann in der näch­sten Phase nur noch ein geringes Maß an Schüler­ak­tivierung und indi­vidu­eller Ver­ant­wor­tung für den Lern­prozess besteht.

    Zulet­zt kön­nte ich mir noch vorstellen, dass die Schü­lerin­nen und Schüler medi­al über­fordert sind. Wom­öglich erzeugt Ihr Ein­stieg eine Fülle von Assozi­a­tio­nen, welche im nach­fol­gen­den Unter­richt keine Rolle mehr spie­len oder sog­ar als Stör­fak­toren wahrgenom­men wer­den, weil Sie den Unter­richt auf ein selb­st­gewähltes Ziel hin einengen.

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